Nationalität, Geschlecht, Alter

Diese Einwanderer haben seit 2020 den luxemburgischen Pass bekommen

Aus welchen Nationen wurden in den vergangenen Jahren die meisten Personen eingebürgert? Eine Antwort der Justizministerin auf eine parlamentarische Frage liefert Aufschluss.

Eine Analyse gibt Aufschluss über die Herkunft der Menschen, die in den vergangenen Jahren den luxemburgischen Pass bekommen haben

Eine Analyse gibt Aufschluss über die Herkunft der Menschen, die in den vergangenen Jahren den luxemburgischen Pass bekommen haben Editpress/Jessica Diedenhofen

Im Zeitraum zwischen 2020 und 2025 haben 54.229 Personen die luxemburgische Staatsangehörigkeit bekommen. Die meisten von ihnen sind ehemalige Brasilianer, Franzosen und Portugiesen. Das teilte Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) in der Antwort auf die parlamentarische Frage der DP-Abgeordneten André Bauler und Gilles Baum mit.

Demnach bekamen in diesem Zeitraum außerdem 3.696 Belgier, 3.534 US-Amerikaner und 1.895 Deutsche den luxemburgischen Pass. Was das Geschlecht betrifft, sei bei den ehemaligen Brasilianern, Franzosen, Portugiesen und Deutschen ein leichter Frauenüberschuss zu verzeichnen. Aus Belgien und den Vereinigten Staaten wurden laut Justizministerium etwas mehr Männer eingebürgert.

So alt sind die neuen luxemburgischen Staatsbürger

Die Altersgruppe zwischen 30 und 44 Jahren sei bei den aus Brasilien eingewanderten mit 4.764 Personen am stärksten vertreten gewesen. Gleiches gelte für die früheren US‑Amerikaner. Älter seien die eingebürgerten Franzosen, Belgier, Deutschen und Italiener. Hier war die Altersgruppe zwischen 45 und 59 Jahren nach Angaben des Ministeriums am häufigsten vertreten gewesen. Die eingebürgerten Portugiesen seien zumeist zwischen 18 und 29 Jahre alt gewesen.

Außerdem wollten die DP-Abgeordneten Bauler und Baum wissen, für welche fünf Länder außerhalb des amerikanischen Kontinents der größte Zuwachs an Neu-Luxemburgern verzeichnet wurde. Aus dem Justizministerium hieß es dazu: „Die höchsten prozentualen Anstiege wurden bei Personen mit früherer syrischer, irakischer, indischer, marokkanischer und türkischer Staatsbürgerschaft festgestellt.“

Neuer Reisepass mit Startproblemen

Seit dem 11. Mai gibt es für Luxemburger ein neues Passmodell – inklusive neuer Elektronik und Sicherheitsprotokolle. Im September gab es allerdings Berichte über Probleme bei der elektronischen Lesbarkeit an bestimmten internationalen Flughäfen. Laut dem Piraten-Abgeordneten Clement funktionierte der Pass nicht nur an einigen Flughäfen nicht, Grenzer in Thailand – und Frankfurt – hätten den Chip zudem überhaupt nicht auslesen können.

Auch die ESTA-App, mit der USA-Reisende ihre Ankunft bei den amerikanischen Behörden ankündigen müssen, hätte fehlschlagen. Nach Angaben des Passbüros der Luxemburger Regierung lag das allerdings nicht am Pass, sondern an der Technik diverser Flughäfen. (sen)

So sei die Zahl der Einbürgerungen von Syrern im Zeitraum von 2020 bis 2025 beispielsweise von 30 auf 208 gestiegen – bei den Irakern gab es einen Zuwachs von 13 auf 77 Personen. Der Analyse zufolge war bei Syrien- und Indien-Einwanderern die Altersgruppe zwischen 30 und 44 Jahren am häufigsten vertreten. (tis)

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