OGBL vs. Kräizbierg
Die Sache ist nicht gegessen
Der Sozialkonflikt zwischen der Gewerkschaft OGBL und der „Fondation Kräizbierg“ ist nach wie vor ungelöst. Die Vorwürfe an die Adresse der Leitung der sozialen Einrichtung nehmen kein Ende. Von Physiotherapeuten, die ihrer eigentlichen Aufgabe nicht nachkommen können, von zu wenig Nahrungsmitteln und sogar von sexueller Belästigung ist die Rede. Die Gewerkschaft will nun mit den Ministern Cahen und Kersch reden und schließt zum jetzigen Zeitpunkt einen Streik nicht aus. Für Unverständnis sorgt weiterhin die Untätigkeit des Verwaltungsrates der Stiftung.
Kein Versteckspiel: Joël Delvaux, Pitt Bach, Ermanno Pierini, Daniela Willems und Tom Pauly (v.l.n.r.) sagen geschlossen, was in der „Fondation Kräizbierg“ nicht rundläuft. Auch was ihre Enttäuschung über den Verwaltungsrat der Stiftung anbelangt, sind sie einer Meinung. Die Prozeduren für weitere gewerkschaftliche Aktionen werden zurzeit in die Wege geleitet. Ein Streik wird dabei nicht ausgeschlossen. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Im Sozialkonflikt mit der Direktion der „Fondation Kräizbierg“ gehen der OGBL und die Personalvertretung der Gewerkschaft in die nächste Runde. Wirklich klar ist für Außenstehende bisher nur, dass etwas nicht stimmt in der Einrichtung. Klar ist auch, dass deren behinderte Mitarbeiter und Mitbewohner die eigentlichen Leidtragenden sind. Jene also, von denen Verwaltungsratspräsident Henri Grethen im Tageblatt-Interview gesagt hat, dass sie absoluten Schutz genießen müssten.