Luxemburg
Die Kosten am großherzoglichen Hof steigen
Die Kosten steigen – auch am großherzoglichen Hof. Wie schon in den Jahren davor fließt ein Großteil der Ausgaben am Hof ins Personal.
Die Personalkosten machen den größten Teil der Ausgaben des großherzoglichen Hofs aus Foto: Editpress/Alain Rischard
Kurz vor Luxemburgs Nationalfeiertag präsentiert der großherzogliche Hof seinen „Rapport d’activités“ für das Jahr 2024. Besonders die Ausgaben des Hofes dürften daraus für die Steuerzahler interessant sein. 2024 wurde dem Hof ein Budget von insgesamt 22.253.931 Euro zugestanden – wobei dieses im Laufe des Jahres zweimal angepasst werden musste, geht aus dem Bericht hervor. Die erste Anpassung erfolgte aufgrund der Vereidigung von Erbgroßherzog Guillaume als „Lieutenant-Représentant“, die zweite infolge des Besuchs von Papst Franziskus.
Letztendlich machte der Hof von 19.389.511,66 Euro Gebrauch, was einem Anteil von 87,13 Prozent entspricht. Der größte Teil davon, rund 70 Prozent, geht auf Personalkosten zurück – insgesamt 13.643.893,89 Euro. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass die Kosten von anderen Verwaltungen, etwa der Polizei oder der Armee, in dieser Summe nicht beinhaltet sind.
Aus dem Bericht erschließt sich auch, dass die Personalkosten binnen zwei Jahren deutlich gestiegen sind: um rund 30 Prozent. 2022 beliefen sich diese noch auf 10.429.053,04 Euro. Für 2025 ist mit 14.413.229 Euro sogar ein noch größeres Budget vorgesehen. Dies wäre eine Steigerung von rund 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 38 Prozent im Vergleich zu 2022.
Die großherzogliche Familie wurde 2024 mit einer „Dotation“ über 813.608,04 Euro vergütet. Auch in diesem Bereich steigen Luxemburgs Ausgaben. 2022 lag dieser Betrag noch bei 692.100 Euro. Somit sind die Ausgaben „Dotation à la famille grand-ducale“ binnen zwei Jahren um 17,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu dem vorgesehenen Budget für das Jahr 2025 sind es sogar rund 21 Prozent.
Der Bericht zeigt allerdings auch, dass das Budget 2024 in keinem Bereich – mit Ausnahme der Personalkosten – zur Gänze ausgeschöpft wurde. (WiR)