Überraschung

Deutschland aktualisiert seine Risikogebiete: Luxemburg steht aber nicht drauf

Wurde Luxemburg nur vergessen? Deutschland zählt viele neue Regionen in der EU zu den Risikogebieten – aber nicht das Großherzogtum. Eine Reisewarnung aus dem Auswärtigen Amt gibt es aber trotzdem. 

(Symbolbild)

(Symbolbild) Grafik: Frank Goebel

Deutschland hat heute die Liste seiner Risikogebiete aktualisiert. Darauf finden sich neu Regionen in elf Ländern der Europäischen Union. Darunter sind Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

Neu hinzugekommen sind am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle diese Gebiete noch im Laufe des Abends eine Reisewarnung ausspricht.

Überraschenderweise findet sich Luxemburg nicht auf dieser Liste – obwohl das Land die entsprechenden Voraussetzungen längst wieder erfüllt und auch die Regierung mit einer entsprechenden Einordnung gerechnet hat.

Allerdings findet sich auf der Seite des Auswärtigen Amts eine Reisewarnung für Luxemburg: „Die Einstufung als Risikogebiet wurde zwar am 20. August 2020 aufgehoben, die Infektionszahlen sind allerdings erneut stark gestiegen“, heißt es dort.

Belgien hat heute allerdings tatsächlich neue Einreise-Erschwernisse in Bezug auf Luxemburg bekannt gegeben.

Reisende, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Die Einstufung erfolgt in der Regel, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Bei der Reisewarnung kann es bisher auch noch andere Gründe wie Einreisesperren oder fehlende Hygienemaßnahmen geben.

Dieser Artikel enthält Material der DPA

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