Desinformation
Der unsichtbare Krieg — wie Russland Demokratien von innen zerstört
Russland führt bereits seit Jahren einen systematischen Desinformationskrieg. Die westlichen Demokratien hingegen verteidigen sich kaum. Damit beschäftigte sich ein Panel beim „Ukraine Resilience Business Forum 2026“ Anfang März in der Luxemburger Handelskammer.
Krieg wird nicht nur mit Waffen geführt Illustration: Editpress/Kim Kieffer
Die russische Desinformation von heute ist nicht mehr die plumpe Propaganda aus Sowjetzeiten. Es ist nicht mehr die eine staatliche Institution, die versucht, Menschen von einer „Wahrheit“ zu überzeugen. In den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren hat sich der Bereich zu einem komplexen, milliardenschweren System entwickelt. Das belegen unzählige Berichte und Analysen, von Helsinki über Brüssel bis Washington.
Die eingesetzten Methoden sind vielfältig, unscheinbar, hybrid, mal ganz einfach und mal richtig raffiniert. Vor allem aber sind sie vielschichtig. Es handelt sich meist nicht um plumpe Lügen, sondern um Halbwahrheiten oder um zweideutige Vermischungen von Fakten. Im Zentrum stehen oft Ungereimtheiten, Hypokrisie, Lächerlichkeiten westlicher Politiker.