Spezialkommission

Der Teufel steckt im Detail: Abgeordnete heben Passivität des Bistums in der Caritas-Krise hervor

Die Bistumsvertreter haben in der Caritas-Kommission neue Informationen zur Caritas-Krise preisgegeben. Politisch brisant ist vor allem eine Mail, die Premierminister Luc Frieden direkt in die Verantwortung nimmt. 

Die Bistumsvertreter wurden von den Abgeordneten in einem „konstruktiven Klima“ empfangen

Die Bistumsvertreter wurden von den Abgeordneten in einem „konstruktiven Klima“ empfangen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Luxemburgs Kardinal Jean-Claude Hollerich war am Mittwoch auf Auslandsreise. In der Chamber waren es stattdessen Weihbischof und Generalvikar Leo Wagener sowie Generalökonom Marc Wagener, die den Abgeordneten in der Caritas-Spezialkommission Rede und Antwort stehen mussten. Die Aussagen der Bistumsvertreter waren mit Spannung erwartet worden, da die Rolle der Kirche, immerhin Gründungsmitglied der Caritas, in der Caritas-Affäre bisher weitestgehend ungeklärt ist. Nach der Sitzung der Kommission scheint klar: Eine tragende Rolle in der Krisenaufarbeitung wurde dem Erzbistum im Zuge der Krise weder zugedacht, noch forderte die Kirche diese ein. Nur eins steht fest: Dass sich, wie von Kardinal Hollerich behauptet, niemand von der Caritas bei ihm gemeldet haben soll, stimmt wohl so nicht.

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