Vorfall in Ettelbrück
Demo fällt aus – Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren
Eine Woche nach dem tödlichen Zwischenfall in Ettelbrück laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Während sich Polizeidirektion und Minister Kox mit Aussagen zurückhalten und auf das laufende Verfahren verweisen, kochen die Diskussionen im Netz mitunter über. Eine für Samstag angekündigte Kundgebung gegen Polizeigewalt fand indessen aber nicht statt.
Polizeirekruten werden in Prinzipien der Deeskalation geschult, aber auch im praktischen und theoretischen Umgang mit Feuerwaffen Foto: Editpress/Julien Garroy
„Wir werden gegen die Polizeigewalt demonstrieren und den Kampf gegen Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit stärken“, versprach eine Botschaft, die am vergangenen Montag in den sozialen Netzwerken plötzlich die Runde machte. „No justice, no peace, no racist police“, hieß es in Anspielung auf die weltweiten Demonstrationen im Sommer 2020, mit der zusätzlichen Information, dass die Kundgebung am Samstag gegen 14 Uhr auf dem hauptstädtischen Knuedler stattfinden sollte. Im Hintergrund: ein Bild des in Ettelbrück lebenden Brasilianers, der zwei Tage zuvor nach einer Verfolgungsjagd im Norden des Landes ums Leben gekommen war, als er zwei Polizisten mit einem Messer angreifen wollte.