Datencenter Bissen
„Debatte um Google muss heute eine andere sein als vor zehn Jahren“
Die Frist zur öffentlichen Konsultation ist am Freitag abgelaufen – und das „Mouvement écologique“ hat einen 30 Seiten starken Einspruch gegen das Projekt Datacenter in Bissen eingelegt. Auch Wirtschaftsminister Delles äußert sich am Freitag.
Auch in Bissen selbst gibt es Widerstand gegen das geplante Datenzentrum Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi
„Am heutigen Freitag, dem 27. März 2026, läuft die öffentliche Prozedur betreffend die Unverträglichkeitsstudie für das Datacenter Google in Bissen aus.“ Mit diesen Worten leitet das „Mouvement écologique“ (Méco) am Freitag eine Pressemitteilung ein. Die Organisation erklärt darin zudem, einen 30-seitigen Einspruch gegen das Projekt eingereicht zu haben.
Weder der Staat noch Google selbst hätten aber bis jetzt eine Analyse zu den Umweltauswirkungen des Projekts im Verhältnis zu geschaffenen Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Folgen vorgelegt. Das „Méco“ wirft Google und dem Staat Intransparenz vor. Zentrale Daten lägen nicht vor – „im Widerspruch zu gesetzlichen Vorlagen“. Der Betrieb des Rechenzentrums würde Luxemburgs CO₂-Emissionen um fünf bis sieben Prozent vergrößern, die Rechner würden so viel Strom ziehen wie 15 Prozent des gesamten Landes.