BA.5 auf dem Vormarsch
Claude Muller plädiert für mehr Eigenverantwortung und weniger Eingreifen des Luxemburger Staats
Die BA.5-Subvariante des Coronavirus ist in Luxemburg angekommen und macht inzwischen ein Viertel aller Neuinfektionen aus. Virologe Claude Muller sieht darin aber keinen Grund zur Besorgnis: Die Zahl der Hospitalisierungen sei ausschlaggebend – und die ist momentan niedrig. Dennoch sollte Luxemburg einen gesetzlichen Rahmen schaffen, um schneller auf Entwicklungen der pandemischen Lage reagieren zu können.
Luxemburg braucht einen gesetzlichen Rahmen, um schneller auf Entwicklungen der pandemischen Lage reagieren zu können, meint Virologe Claude Muller Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
„Die Botschaft, dass wir langsam wieder zur alten Normalität zurückkehren – wie es in der Chamber formuliert wurde – ist jedenfalls der richtige Weg“, sagt der Luxemburger Viren-Experte Claude Muller vom Luxembourg Institute of Health. Er glaubt, dass die Menschen zunehmend wieder aus Eigenverantwortung handeln sollten und weniger, weil der Staat es vorschreibt. Das Wegfallen der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln bedeute demnach nicht, dass die Passagiere keine Maske mehr tragen dürften. Jemand, der sich als besonders vulnerabel fühlt, steht es weiterhin frei, eine Maske zu tragen, um sich und die anderen zu schützen.