PFAS

Chamber-Kommissionen diskutieren über Ewigkeitschemikalien

Tausende von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) befinden sich in Böden und Flüssen, im Trinkwasser ebenso wie im Blut der Menschen. Sie werden mit verschiedenen Krankheiten und einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Während die EU über strengere Regeln für die PFAS verhandelt, kamen hierzulande vier Parlamentsausschüsse zusammen.

Mitarbeiter der Wasserbehörde Hollandse Delta installieren PFAS-Messgeräte in Dordrecht zur Überwachung von Chemours-Emissionen im Wasser

Mitarbeiter der Wasserbehörde „Hollandse Delta“ installieren in Dordrecht Geräte zur Messung von PFAS-Stoffen im Wasser. Die Umgebung ist aufgrund von Emissionen des Chemieunternehmens Chemours, ehemals DuPont, stark mit PFAS kontaminiert. Foto: Jeffrey Groeneweg / AFP

Manche Mühlen mahlen langsam, andere langsamer. 2023 hatten die skandinavischen Länder, Deutschland und die Niederlande bei der Europäischen Chemikalienagentur eine Beschränkung der PFAS, auch Ewigkeitschemikalien genannt, vorgeschlagen. Während die Chemielobby strengere Maßnahmen ausbremsen will, befürchten Umweltorganisationen eine Verwässerung. Auch Luxemburg bleibe nicht von PFAS verschont, betonte die EU-Abgeordnete Tilly Metz („déi gréng“) gegenüber dem Tageblatt. Die Regierung könne sich nicht damit herausreden, auf eine Lösung aus Brüssel zu warten. Metz fordert, dass Luxemburg sich für einen schrittweisen Ausstieg aus den PFAS einsetzt. Damit befassten sich am Mittwoch die Chamber-Kommissionen für Umwelt, Landwirtschaft, Gesundheit und Arbeit unter Leitung von Paul Galles (CSV), dem Präsidenten der Kommission für Umwelt, Klima und Biodiversität.

In einer Sitzung des Ausschusses im März wurde der nach Angaben der Wochenzeitung woxx, die bereits im vergangenen Jahr dem Thema eine ganze Artikelserie gewidmet hatte, schon zwei Jahre lang erwartete PFAS-Bericht vorgestellt. Darin stellt die interministerielle Arbeitsgruppe „PFAS“ insgesamt 40 Maßnahmen vor, die auf eine weitgehende Verringerung der PFAS-Belastungen abzielen. Am Mittwoch resümierte der mit der Koordination beauftragte Tom Schaul vom Umweltministerium noch mal deren Ergebnisse. Wie es in dem knapp 70-seitigen Bericht heißt, habe Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsminister Serge Wilmes (CSV) die Initiative ergriffen, die Arbeitsgruppe zu bilden. Schließlich war einer der wichtigsten PFAS-Stoffe, Trifluoracetat (TFA) in Gewässern nachgewiesen worden.

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