„Friss oder stirb“
Caritas: von der NGO zum Dienstleistungsunternehmen
Völlige Intransparenz, mangelnder Respekt gegenüber den Mitarbeitern und Ignoranz gegenüber den Gewerkschaften sowie Ausübung von Druck auf die Beschäftigten. So skandalgeprägt wie der eigentliche Anlass ist auch der Übergang der Caritas in eine neue Struktur und das Gebaren der Interimsführung. Der OGBL hat nun angekündigt, sich zur Wehr zu setzen.
Gewerkschaftlicher Widerstand: (v.l.) Ingrid Théodore, Boris Westemeier, Catherine Molitor, Smail Suljic, Ben Soisson und Tom Mamer Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Smail Suljic war seine Wut anzusehen. Wie die Interimsdirektion der Caritas und die Regierung mit den Beschäftigten der Nichtregierungsorganisation umspringen, hat den OGBL-Zentralsekretär für Gesundheit und Soziales wütend gemacht. Und ebenso, wie mit den Arbeitnehmervertretern umgegangen wird: „Wir wurden wie vor eine Mauer gestoßen. Es herrscht eine völlige Intransparenz.“ Dies bekommen nach Suljics Worten nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern auch die Personalvertreter zu spüren.