Dossier „Fage“

Bürger haben 16 Einsprüche gegen die Joghurtfabrik eingelegt

Die öffentliche Konsultation der Bürger im Rahmen der Kommodo-Inkommodo-Prozedur brachte 16  Einsprüche hervor. Ob diese Beanstandungen, die Skepsis der Kommune Bettemburg (der Düdelinger Bürgermeister Biancalana verteidigt die Pläne) sowie der Widerstand von Umweltorganisationen, allen voran des „Mouvement écologique“, den Bau der Fage-Fabrik, die jährlich bis zu 80.000 Tonnen griechischen Joghurt produzieren möchte, stoppen kann, ist mehr als fraglich. Immerhin stehen die Regierung und der neue Wirtschaftsminister hinter dem Projekt.

Athanassios Filippou, operationeller Direktor des Familienunternehmens Fage, bei der Vorstellung der Pläne im Jahr 2016

Athanassios Filippou, operationeller Direktor des Familienunternehmens Fage, bei der Vorstellung der Pläne im Jahr 2016 Foto: Editpress-Archiv/Didier Sylvestre

Die Position von Franz Fayot unterscheidet sich in dem Dossier Fage nicht wesentlich von jener seines Vorgängers Etienne Schneider. Das Land brauche neben einem starken Dienstleistungssektor auch weiterhin industrielle Produktion und um solche handelt es sich bei dem Joghurt-Riesen Fage zweifellos. Dieses Projekt, das bereits 2018 losgehen sollte, ist neben dem Bau des Google-Rechenzentrums in Bissen das wohl derzeit umstrittenste hierzulande. Arbeitsplätze für 100 bis 200 Menschen sollen in der Gewerbezone Wolser, die sich zwischen Bettemburg und Düdelingen befindet, entstehen (zufälligerweise genauso viele, wie der Glasproduzent Guardian entlassen möchte). 

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