Weltfrauentag
Büchse der Pandora: JIF kritisiert Begrenzung des „Fraestreik“ auf „Schwurbelperimeter“
Ein Hohn und ein Skandal, lauten die klaren Worte, die die Organisatorinnen des Frauenstreiks an die Stadt Luxemburg richten. Der Grund? Die Stadt will den Frauenstreik auf den Perimeter zwischen dem Glacis und der place de l’Europe begrenzen. „Wir wollen absolut nicht mit den Schwurblern assoziiert werden“, sagt Michelle Cloos, Mitorganisatorin des Streiks am 8. März.
Der „Fraestreik“ soll wie geplant auf der place de la Gare starten – und nicht wie von der Stadt Luxemburg vorgesehen im Schwurbelperimeter Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das Datum für die dritte Ausgabe des „Fraestreik“ in Luxemburg ist fest im Kalender vermerkt: Traditionellerweise findet der Frauenstreik am Weltfrauentag am 8. März statt. Nur die Route bereitet den Organisatorinnen der „Journée internationale des femmes“ (JIF) Kopfzerbrechen. Die Stadt Luxemburg hat ihnen telefonisch mitgeteilt, dass der Demo-Zug auf die Demonstrationsgerade vom Glacis bis zur place de l’Europe verlegt werden müsse – die Organisatorinnen hingegen bestehen auf der Route des Vorjahres. Wir wollen vom Bahnhof über die avenue de la Liberté bis hin zur place d’Armes ziehen können, lautet ihre Forderung. „Wir wollen nicht im Schwurbelperimeter demonstrieren und keinesfalls mit den Schwurblern in Verbindung gebracht werden“, sagt OGBL-Gewerkschafterin und Mitorganisatorin des Streikes Michelle Cloos. Es könne nicht sein, dass der Frauenstreik mit den Demos der Impfgegner, die in der Vergangenheit eskaliert seien, gleichgestellt werde. „Wir spucken ja nicht auf Polizeibeamte und stürmen keine Weihnachtsmärkte.“ Bedenken, dass die Streikbewegung am 8. März von Corona-Gegnern unterminiert werden könnte, haben die Organisatorinnen keine: „Ich glaube, dass unsere Forderungen schon einen abschreckenden Effekt haben werden“, meint Cloos.