Waringo-Bericht
Bettel: „Kein Platz mehr für die Großherzogin bei der Administration“
Xavier Bettel hat Stellung zum Waringo-Bericht bezogen. „Ich habe vor, die Monarchie zu stärken“, sagte Luxemburgs Premierminister. Um das zu erreichen, muss offenbar vor allem die Macht von Maria Teresa, der Frau des Großherzogs, beschnitten werden.
Ein eingespieltes Team: Xavier Bettel und Jeannot Waringo Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Premierminister Xavier Bettel (DP) hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz Stellung zum Waringo-Bericht bezogen. „Ich persönlich stehe zur Monarchie und bin davon überzeugt, dass sie die richtige Staatsform für unser Land ist“, sagte Bettel. „Ich habe vor, die Monarchie zu stärken, indem wir uns ins 21. Jahrhundert aufmachen.“ Bettels Sonderbeauftragter Jeannot Waringo hatte im vergangenen Jahr die Situation am Hof des Großherzogs unter die Lupe genommen. Besonderes Augenmerk hatte Waringo dabei auf die Personalpolitik gelegt. Am Hof war es zuvor zu auffällig vielen Kündigungen und Entlassungen gekommen. Maria Teresa, die Frau des Großherzogs, soll laut Medienberichten bei diesen Personalentscheidungen eine Rolle gespielt haben.