Naturkatastrophe
Beeindruckende Satellitenbilder bezeugen „Jahrhundertereignis“ – Bodenversiegelung wohl nicht ausschlaggebend
Die Forscher des LIST haben die Überschwemmungen der letzten Woche analysiert. Die statistischen Modelle geraten an ihre Grenzen und auch die Satellitenaufnahmen zwei Tage danach zeigen: Die Naturkatastrophe der letzten Woche könnte durchaus als Jahrhundertereignis in die Geschichte Luxemburgs eingehen.
Bei Wallendorf bahnte sich die Our vor der Mündung in die Sauer ihren eigenen Weg über Stock und Stein hinweg Satellitenbild: LIST/Unosat
Die Wassermassen der letzten Woche haben Dörfer und Felder kurzerhand in Seen verwandelt, Hauptverkehrsachsen von Luxemburg waren überflutet. Das zeigen auch Satellitenaufnahmen, die einige Tage nach den Regenfällen aufgenommen wurden. Die Satellitenaufnahmen wurden vom Wasserwirtschaftsamt über das CGDIS bei einem Unternehmen namens „International Charter Space & Major Disasters“ beantragt, wie ein Pressesprecher des CGDIS dem Tageblatt gegenüber erklärt. Finanziert werden die Bilder von europäischen Geldern, die ein Forschungsprojekt am Liser unterstützen. „Wir arbeiten beim CGDIS eher mit Drohnenbildern, die viel vielfältiger einsetzbar sind“, erklärt Cédric Gantzer dem Tageblatt. Die Satellitenbilder sollen eher für nachträgliche Analysen genutzt werden.