Monopolstellung
Aussterben der Medienpluralität: Radio ARA äußert sich zum RTL-Konzessionsvertrag
Radio ARA prognostiziert „dramatische“ Konsequenzen für die Luxemburger Medienlandschaft. Der Grund: der neue RTL-Konzessionsvertrag. Der erweiterte Aufgabenbereich ließe keinen Platz mehr für andere Medien und die Erhöhung der finanziellen Hilfe für RTL gebe dem Medienunternehmen einen klaren Vorteil.
Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die „desaströse Logik“ des RTL-Konzessionsvertrags wird die Medienpluralität in Luxemburg begraben. Das schreibt Radio ARA vergangene Woche in einem Brief an den Chamberpräsidenten Fernand Etgen (DP). Der derzeit gültige Konzessionsvertrag zwischen Regierung und CLT-UFA, einem Tochterunternehmen der RTL-Gruppe, läuft nach einer Laufzeit von drei Jahren im Jahr 2023 aus. Im neuen Konzessionsvertrag steht unter anderem, dass das Kinderprogramm, Sport und Kultur weiter ausgebaut werden müssen. Außerdem wird RTL ab 2024 bis 2030 pro Jahr einen fixen Betrag von 15 Millionen Euro erhalten – 5 Millionen Euro mehr als im vorigen Vertrag. Die Konsequenzen seien für die Luxemburger Medienlandschaft „dramatisch“.