„Do gouf e rise Bock geschoss“
Armeegewerkschaft kritisiert Sozialdialog innerhalb der Armee
Fehlende Rechtssicherheit, kaum zu erreichende Rekrutierungsquoten und Missbilligung des Bewertungssystems: Die Armeegewerkschaft SPAL hat klare Forderungen für den kommenden Verteidigungsminister – und bedauert den Zustand des Sozialdialogs innerhalb des Militärs.
Um die Armee auch für kommende Missionen zu rüsten, wurde ein neues Gesetz gestimmt – das jedoch juristische Unwägbarkeiten nach sich zog Foto: Editpress/Alain Rischard
Die Luxemburger Armee sollte mit dem neuen Armeegesetz, das kurz vor der Sommerpause gestimmt wurde, auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden. Die Armeegewerkschaft „Syndicat professionnel de l’Armée luxembourgeoise“ (SPAL) meint jedoch, dass mit dem neuen Gesetz neue rechtliche Unklarheiten erst geschaffen wurden. Konkret bemängeln Christian Schleck und Tom Braquet von der SPAL, dass mit dem neuen Gesetz die Begrifflichkeit der „Force publique“ aus dem Luxemburger Rechtskanon gestrichen wurde – was wiederum Auswirkungen auf weitere Gesetzestexte hat. „Es wurde ein juristisches Vakuum geschaffen“, sagen die beiden Gewerkschafter. „Do gouf e rise Bock geschoss.“