Weltfrauentag
Am 8. März wird in Luxemburg gegen den Rechtsruck „gestreikt“
Weltweit gewinnen faschistische und antifeministische Bewegungen an Einfluss. Der Frauenstreik am 8. März will sich dem „großen Rechtsruck“ entgegenstellen.
Alice Welter (r.) und Eolia Verstichel-Boulanger von „Innocence en danger“ gestern bei der Pressekonferenz Foto: Editpress/Julien Garroy
Am 8. März veranstaltet die Plattform JIF („Journée internationale des Femmes“) nun schon zum sechsten Mal in Folge den „Fraestreik“. Da der Weltfrauentag dieses Jahr auf einen Samstag fällt, erhoffen die Veranstalterinnen sich eine noch höhere Beteiligung als in den Vorjahren. Los geht es um 15 Uhr auf der Place de Paris im hauptstädtischen Bahnhofsviertel. Von dort aus wird der Umzug sich zum Knuedler bewegen, wo Ansprachen gehalten werden. Ihre Forderungen stellte die Plattform schon gestern auf einer Pressekonferenz vor. Angesichts einer „desaströsen internationalen Lage“ und einer „geteilten Welt“, in der faschistische und antifeministische Bewegungen immer mehr an Einfluss gewinnen, müssten Feministinnen zusammenstehen, sagt Line Wies, Politikerin von Déi Lénk. Der „große Rechtsruck“, der zurzeit „überall“ zu beobachten sei, mache sich auch in Luxemburg bemerkbar, meint Wies und verweist auf die Asylrechtsverschärfung unter CSV-Innenminister Léon Gloden und DP-Familienminister Max Hahn: „Frauen und Kinder werden mitten im Winter auf die Straße gesetzt.“ Line Wies verlangte von der Regierung sichere und legale Migrationswege nach Luxemburg und in die EU, denn unter repressiver Einwanderungspolitik würden Frauen am meisten leiden.