Google-Datenzentrum

Absichtserklärung sorgt weiter für Aufregung – Gemeinderat erhält Einsicht

Eigentlich könnte man schon damit beginnen, ein Drehbuch über das Projekt „Google-Datacenter in Bissen“ zu schreiben. Ob es im Nachhinein ein sehenswerter Film werden würde, bleibt – im Moment jedenfalls – zu bezweifeln. Nach dem Streit im Zusammenhang mit der Umklassierung des betreffenden Areals auf „Busbierg“, nach den Protesten vor dem Rathaus und im Sitzungssaal des Gemeinderates, nach der Gründung von gleich zwei Bürgerinitiativen, nach dem Parteiaustritt von CSV-Bürgermeister Jos Schummer und CSV-Rätin Cindy Barros, nach dem Rücktritt des genannten Bürgermeisters und auch der beiden CSV-Schöffen Carlo Mulbach und Frank Clement, sorgt nun ein Dokument für Aufregung.

Das Rechenzentrum soll auf einem Areal entstehen, das die Größe von rund 50 Fußballplätzen hat

Das Rechenzentrum soll auf einem Areal entstehen, das die Größe von rund 50 Fußballplätzen hat Foto: Roger Infalt

Mitte März gaben Regierungsmitglieder zu verstehen, dass die Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“, kurz MoU) zwischen Google, der Regierung und der Gemeinde Bissen den Abgeordneten vorgelegt werden könnte, wenn all die, die dieses Dokument unterschreiben haben, damit einverstanden sind. Erinnern wir daran, dass das „Mouvement écologique“, dem die Einsicht in das MoU bis dahin ebenfalls untersagt wurde, zusammen mit einem Anwalt Beschwerde bei der zuständigen Kommission („Commission d'accès aux documents“) eingereicht hatte.

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