Cannabis

Ab Januar gibt es in Luxemburgs Apotheken keine THC-Blüten mehr

Mit den medizinischen THC-Blüten ist es in Luxemburg in wenigen Wochen vorbei. Dann gibt es in Krankenhausapotheken nur noch die nicht-psychoaktive Schwester CBD zu kaufen, dazu noch Öle und zugelassene Medikamente. Ein Blick auf die Studienlage zeigt: Die Entscheidung hat Gründe – und liegt nicht (nur) an einer konservativen Drogenpolitik der CSV.

Ab Januar gibt es in Luxemburgs Apotheken keine THC-Blüten mehr

Foto: dpa/Sebastian Willnow

Marie J. bekommt ihre erste Verschreibung von THC-haltigem Cannabis wegen ihrer Schlafprobleme. „Das ist keine Anwendung, für die die Pflanze eigentlich freigegeben ist“, sagt sie. „Ich hatte damals auch chronische Kopfschmerzen, aber es war nicht klar, ob die Schmerzen auf den Schlafmangel zurückzuführen waren oder umgekehrt.“ Marie J. erhitzt die Blüten zunächst in Pflanzenöl, um das THC zu aktivieren – damit das Cannabinoid überhaupt wirkt, bedarf es einer gewissen Temperatur. Mit den aktivierten Blüten kocht sie sich dann einen Tee. Ein Gamechanger. „Ich habe nach fünf Jahren zum ersten Mal eine Nacht durchgeschlafen.“ Auf ihre Verschreibung schrieb der behandelnde Arzt allerdings nicht „Schlafprobleme“, sondern „maladie grave avancée“, sonst hätte die Krankenkasse Marie ihre Behandlung nicht gestattet. „In dem Sinne war es Medikamentenmissbrauch“, sagt sie.

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