Ärztevereinigung fühlt sich falsch verstanden
AMMD will der CNS mit ambulanter Wende Kosten sparen
Die AMMD fühlt sich falsch verstanden, sie habe nicht gefordert, dass das Krankenhauspersonal weniger Lohn erhalten soll, sondern, dass alle mehr von der CNS bekommen sollen, auch Freiberufler, sagte ihr Präsident Chris Roller am Mittwoch im Radio 100,7. Durch private Ärztegesellschaften werde das Gesundheitssystem nicht teurer, sondern langfristig billiger, meinte Roller.
Die AMMD möchte, dass Ärzte sich in Handelsgesellschaften zusammenschließen und in Privatpraxen Geräte wie Kernspintomografen und CT-Scanner betreiben dürfen Archivfoto: Editpress/Tania Feller
In der Mitteilung, die sie am 17. Juli veröffentlicht hat, habe die AMMD lediglich Kritik daran geäußert, dass es einen Interessenkonflikt in der Gesundheitskasse gebe, weil die Gewerkschaften sowohl im Verwaltungsrat der CNS sitzen, als auch die Personaldelegationen in den Krankenhäusern vertreten und quasi Abkommen mit sich selber verhandeln würden, sagte der Präsident der Ärztevereinigung, Chris Roller, am Mittwoch im Radio 100,7. Diese Mitteilung sei anschließend von den Gewerkschaften „sou e bëssen express falsch interpretéiert ginn“ in die Richtung, dass die Ärzte dem Krankenhauspersonal nichts gönnen würden. Wörtlich hieß es in der Mitteilung der AMMD, der neue FHL-Kollektivvertrag „prévoit une augmentation linéaire des salaires, accompagnée de primes rétroactives, ce qui représente une charge financière importante pour les hôpitaux — et donc, indirectement, pour l’assurance maladie. Ces dépenses supplémentaires aggravent significativement le déficit ‚structurel’ de la CNS, sans prévoir aucune amélioration tangible pour les patients“.