Krankenkasse

AMMD kündigt Konvention mit CNS, Ärzte wollen trotz hohem Defizit mehr Geld

2027 soll die Reserve der Krankenversicherung unter die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgrenze von zehn Prozent der laufenden Ausgaben sinken. In diesem Fall müsste die CNS ihre Beiträge erhöhen – voraussichtlich von 5,60 auf 5,85 Prozent. Um den Schaden zu begrenzen, steuert der Staat 39 Millionen Euro bei und die CNS prüft, wie sie ihre Ausgaben senken kann. Die AMMD kündigt derweil die Konvention mit der CNS, weil die Ärzte mehr Geld möchten.

Martine Deprez am Montag mit Beamten aus dem Finanz-, Sozial- und Gesundheitsministerium bei der Quadripartite in Strassen

Martine Deprez am Montag mit Beamten aus dem Finanz-, Sozial- und Gesundheitsministerium bei der Quadripartite in Strassen Foto: Editpress/Julien Garroy

Es ist ein Aufstand von Notabeln: Der Vorstand der Ärztevereinigung AMMD hat am Montag bei der Quadripartite in der „Ecole nationale de santé“ in Strassen den Sozialpartnern und Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) mitgeteilt, die Konvention mit der CNS – nach rechtlicher Prüfung – in den nächsten Tagen oder Wochen zu kündigen. Obwohl die Mitglieder der AMMD ihrem Verwaltungsrat vor einer Woche auf einer außerordentlichen Generalversammlung ein Mandat dafür gegeben hatten, kam der Zeitpunkt dieser Ankündigung doch etwas überraschend. Umso mehr der Präsident der Ärztevereinigung, Chris Roller, nach der Quadripartite erklärte, dass der Wert der „Lettre clé“, auf deren Grundlage die Arzttarife berechnet werden, nicht der Hauptgrund für die Kündigung der Konvention sei, sondern „nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht“ habe.

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