Staatshaushalt
500 Millionen weniger Miese: Finanzministerium stellt Steuererleichterungen in Aussicht
Der Luxemburger Staat hat im Vorjahr wohl weniger Geld ausgegeben als geplant. Dieser finanzielle Spielraum soll für Steuererleichterungen genutzt werden, kündigt Finanzministerin Yuriko Backes am Montag an. Darüber, wer genau wie entlastet werden soll, gibt es aber unterschiedliche Ansichten.
Finanzministerin Yuriko Backes (DP) hat eine erste Analyse der Staatsfinanzen für das vergangene Jahr prsäentiert Foto: Editpress-Archiv/Fabrizio Pizzolante
Der Luxemburger Staat hat im vergangenen Jahr weniger Ausgaben getätigt als geplant. Das berichtet Finanzministerin Yuriko Backes am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung. Die DP-Ministerin hatte zuvor eine gemeinsame Sitzung des Finanzausschusses und des Budgetkontrollausschusses der Chamber besucht – und dort neue Zahlen zum Haushalt 2022 präsentiert. „Die Einnahmen und Ausgaben ergeben insgesamt einen Überschuss für die Zentralverwaltung zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 1.010 Millionen Euro“, schreibt Backes. Da das Haushaltsjahr noch nicht komplett beendet ist, stünden bis April sehr wahrscheinlich noch Ausgaben von 1,8 Milliarden Euro an, „was letztendlich zu einem Defizit der Zentralverwaltung für das gesamte Jahr führen würde“.