Editorial
Zu viel Kultur, zu viel Lärm: Das Kulturverständnis der Koalition
Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Weil das Virus länger als erhofft unter uns verweilte, hat sich der bereits im Herbst 2020 angekündigte Kulturstau zwar verspätet – seit einigen Wochen hat er Luxemburg jedoch mit voller Wucht erwischt. Eine unvorhergesehene Konsequenz davon ist nun: Den Menschen ist das alles zu viel Kultur. Nicht nur stehen, wie bereits vielerorts bemerkt, die Theaterhäuser oftmals leer – am vergangenen Samstag wurde eine Vorführung von „Gipfelstürmer“ im Kasemattentheater wegen mangelnder Reservierungen abgesagt –, nein: Selbst die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg gedenkt nun, die kulturelle Notbremse zu ziehen.