Editorial
Zu Chinas Verärgerung über Pelosis Symbolpolitik
Chinesische Militärhubschrauber nehmen an einem Manöver teil, das China als Reaktion auf den Besuch der US-Politikerin Nancy Pelosi in Taiwan abhält Foto: Hector Retamal/AFP
Vielfach wurde im Zusammenhang mit dem Taiwan-Besuch der Vorsitzenden des US-Repäsentantenhauses, Nancy Pelosi, von Symbolpolitik geredet. Es ist wohl die trefflichste Umschreibung dessen, was die US-Politikerin mit ihrem Abstecher auf der Insel getan hat. Mehr konnte sie aufgrund ihres Amtes ohnehin nicht tun. Sie ist weder Staats- noch Regierungschefin, kann daher keine weittragende, ihr Land bindende Entscheidung treffen oder Ankündigungen machen. Und in ihrem Gepäck führte die kleine Parlamentsdelegation aus den USA, im übertragenen Sinn, auch nichts mit sich, was sonderlich spektakulär hätte sein können. So bleibt es dabei, dass hier nichts weiter geschehen ist, als dass eine demokratisch gewählte Volksvertreterin mit der obersten Vertreterin eines anderen Landes zusammenkam.