Editorial

Wie in Frankreich: OGBL und LCGB bereiten sich auf Paradigmenwechsel im Sozialdialog vor

Patrick Dury und Nora Back am Donnerstag in der „Chambre des salariés“

Patrick Dury und Nora Back am Donnerstag in der „Chambre des salariés“ Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die beiden national repräsentativen Gewerkschaften im Privatsektor haben am Donnerstag ihre Schlussfolgerungen aus dem seit nunmehr elf Monaten schwelenden Sozialkonflikt mit der CSV-DP-Regierung gezogen. Über im Sozialdialog zu treffende politische Entscheidungen würden sie mit den zuständigen Ressortministern nur noch in bilateralen Gesprächen kommunizieren, schrieben die seit Juni formell in einer „Union des syndicats“ eng zusammenarbeitenden Gewerkschaften OGBL und LCGB in einem Brief an CSV-Premier Luc Frieden. Das gilt auch für den ständigen Beschäftigungsausschuss CPTE, wo sie (und die CGFP) eigentlich mit dem Unternehmerdachverband UEL, CSV-Arbeitsminister Georges Mischo und DP-Wirtschaftsminister Lex Delles über die Reform der Arbeitszeitorganisation verhandeln sollten. Zumindest hatte die Regierung es vergangene Woche so in ihren Schlussfolgerungen am Ende der dritten Sozialrunde festgehalten. An anderen nach dem Dreierprinzip besetzten Gremien wie dem Wirtschafts- und Sozialrat oder den Verwaltungsräten von CNS, Sozialversicherung und Rentenkasse wollen LCGB und OGBL vorerst weiter teilnehmen. Genau wie an der Gesundheits-Quadripartite, die für den 13. Oktober geplant ist.

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