Analyse
Weltordnung in Bewegung: Der Westen wird sich neu aufstellen müssen
Mit einem mühsam errungenen Kompromiss zum Ukraine-Krieg hat die Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer ein Scheitern des G20-Gipfels in Indien verhindert. Die Ukraine zeigte sich verärgert. Und der Westen wird sich neu aufstellen müssen.
G20-Gipfel in Indien: Heraus kam ein Minimalkonsens Foto: AFP/Ludovic Marin
Der zweite G20-Gipfel im Schatten des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist am Sonntag zu Ende gegangen. Was hat er gebracht? Gastgeber Indien konnte ein Scheitern des Treffens der führenden Industrie- und Schwellenländer verhindern. Und gleichzeitig, vor allem mit der Aufnahme der Afrikanischen Union (AU) in den Kreis, auch einen symbolischen Schritt im Hinblick auf das Gewicht von Entwicklungs- und Schwellenländern in der Welt markieren. Das ist unbestritten ein Erfolg des multilateralen Treffens.