Editorial
Ukraines Werk und Europas Beitrag: Über militärische und politische Offensiven
Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, bei einer Debatte im Europaparlament Foto: AFP/Frederick Florin
Es ist eine überraschende Nachricht zu Beginn des noch jungen Jahres: Die ukrainische Armee hat in der Region Kursk eine Gegenoffensive gestartet – auf russischem Boden. Und das, obwohl die Streitkräfte des Landes zuletzt stark unter Druck geraten waren. Wie sich dieser überraschende Angriff auf den Verlauf des Krieges auswirken wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch Spekulation. Seine symbolische Strahlkraft aber ist nicht zu unterschätzen. Die Ukraine ist noch nicht am Boden. Im Gegenteil: Sie leistet ihren Beitrag zur Verteidigung der Freiheit. Aber was ist eigentlich mit dem Rest Europas? 14 Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump, dem Amerika sehr viel stärker am Herzen liegen wird als die Sicherheit des alten Kontinents?