Editorial

Überlebende sexualisierter Gewalt geben Hoffnung, doch was ist mit den Tatpersonen?

Plakat im Rahmen der Orange Week, Aktionswoche gegen geschlechtsspezifische Gewalt, aus dem Jahr 2023

Plakat im Rahmen der Orange Week, Aktionswoche gegen geschlechtsspezifische Gewalt, aus dem Jahr 2023 Symbolbild: Editpress/Didier Sylvestre

Die Temperaturen steigen, die Wut auch: Während uns die Wetterdienste vor heißen Tagen warnen und Schutzmaßnahmen empfehlen, hilft gegen Skandale keine Abkühlung. Die gibt es in Luxemburg inzwischen häufiger als Hitzewellen. Schon wieder kursieren Gerüchte über sexualisierte Gewalt, dieses Mal betreffen sie den Direktor einer Bildungsinstitution und eine Lehrerin. Erneut handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen Mann mit Vorbildfunktion. Dabei liegt die Polemik um den renommierten Fußballspieler Gerson Rodrigues, verurteilt wegen häuslicher Gewalt und inbrünstig verteidigt durch die „Fédération luxembourgeoise de football“, erst wenige Wochen zurück. Genauso wie der Gerichtsprozess gegen den ehemaligen Sozialarbeiter der Gemeinde Sanem, der reihenweise Klientinnen genötigt und eine davon vergewaltigt haben soll. 

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