Editorial

Trump ist bislang keine große Hilfe für die Ukraine

US-Präsident Donald Trump (l.) zeigte bislang gegenüber dem russischen Machthaber Wladimir Putin viel Entgegenkommen, sehr zum Nachteil der Ukraine

US-Präsident Donald Trump (l.) zeigte bislang gegenüber dem russischen Machthaber Wladimir Putin viel Entgegenkommen, sehr zum Nachteil der Ukraine Foto: Pavel Bednyakov/AP/AP/dpa

Man muss es dem US-Präsidenten Donald Trump anrechnen, dass er Bewegung in die Bemühungen zur Beilegung des Krieges in der Ukraine gebracht hat. Abgesehen von den militärischen Hilfen Washingtons, die vom Weißen Haus eher widerwillig als mit Überzeugung bereitgestellt werden, sind damit die positiven Elemente in der Ukraine-Politik der US-Regierung bereits erschöpfend gewürdigt. Die Umstände und Bedingungen, unter denen das Treffen zwischen Trump und dem russischen Machthaber Wladimir Putin am Freitag zustande kommt, geben keinen Grund zu Optimismus. Denn alles, was bisher dazu bekannt ist, sieht ziemlich improvisiert aus. Trump meinte etwa, dass es zu einem „Gebietstausch“ zwischen der Ukraine und Russland kommen könnte. Doch Putin ist keineswegs bereit, bereits eroberte ukrainische Gebiete aufzugeben. Im Gegenteil, er verlangt von Kiew die bedingungslose Übergabe noch weiterer Territorien, die Moskau für sich beansprucht. Von Gegenleistungen Russlands geht bislang ebenso wenig die Rede wie von nötigen Sicherheitsgarantien für die Ukrainer, sollte es tatsächlich zu einem Waffenstillstand kommen.

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