Editorial

Trump, Putin & Co. – autokratische Politik im Stil der Mafia

„Washington Bros“: Donald Trump mit Elon Musk vor dem Start des sechsten Testflugs der SpaceX-Starship-Rakete in Brownsville

„Washington Bros“: Donald Trump mit Elon Musk vor dem Start des sechsten Testflugs der SpaceX-Starship-Rakete in Brownsville Foto: Brandon Bell/Pool Getty Images/dpa

Manchmal ist die Wirklichkeit eben doch größer als die Fiktion. Wenn sich in der fünften Staffel von „Gomorrha“ der Camorra-Boss Gennaro Savastano und der totgeglaubte „Unsterbliche“ Ciro Di Marzio wiedersehen, ist dies ein Highlight der auf dem gleichnamigen Roman des italienischen Autors Roberto Saviano basierenden Fernsehserie. Diese steht in einer langen Tradition von Mafia-Filmen wie „Der Pate“ von Francis Ford Coppola und „GoodFellas“ von Martin Scorsese. Die zwei Serienprotagonisten stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Sie sind eng miteinander verbunden und doch Rivalen. Beide streben sie nach Macht. Ähnlich ist es beim designierten US-Präsidenten Donald Trump und seinem Buddy Elon Musk, dem reichsten Menschen der Welt. Mit Trumps Amtsantritt am 20. Januar beginne eine neue politische Ordnung in Washington, so die Soziologin Brooke Harrington: die „Broligarchie“, die Macht der „Bros“, der Magnaten. Gemeinsam wollen sie die Zersetzung der liberalen Demokratie. Der Staat ist ihre Beute.

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