Editorial

Tomaten auf den Augen: Diskussionen um Kunst-Attacken entlarven den eigentlichen Skandal

In Potsdam waren es Aktivisten der „letzten Generation“, die Monets Getreideschober von 1890 mit Kartoffelbrei beschmierten, bevor sie sich – mit Kartoffelbrei – an die Mauer heften wollten

In Potsdam waren es Aktivisten der „letzten Generation“, die Monets Getreideschober von 1890 mit Kartoffelbrei beschmierten, bevor sie sich – mit Kartoffelbrei – an die Mauer heften wollten Foto: AFP

Zuerst die Tomatensuppe auf einen Van Gogh, nun Kartoffelbrei auf einen Monet. Klimaaktivisten sorgen derzeit europaweit mit aufsehenerregenden Attacken auf renommierte Kunstwerke für Empörung. In den sozialen Netzwerken wetzen die Hüter der gesellschaftlichen Normen die Messer, während gemäßigtere Kommentatoren die jungen Klimaschützer wohlwollend vor dem Fallout ihrer Aktionen warnen. Schließlich setze man nicht nur das eigene Ansehen aufs Spiel, sondern man lenke auch von der eigentlichen Botschaft ab.

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