Kommentar

Spagat am Bosporus: Wie mit Erdogans Strategie umzugehen ist

Über dem Rathaus von Istanbul wacht der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, auch nach der Verhaftung von Ekrem Imamoglu

Über dem Rathaus von Istanbul wacht der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, auch nach der Verhaftung von Ekrem Imamoglu Foto: Ysin Akgul/AFP

Durch die Verhaftung von Ekrem Imamoglu hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seines größten Konkurrenten entledigt. Der beliebte und charismatische Oberbürgermeister von Istanbul wurde zusammen mit etwa hundert weiteren Menschen festgenommen. Obwohl in der Metropole am Bosporus Demonstrationen vorübergehend verboten und Social-Media-Kanäle eingeschränkt wurden, kam es zu Kundgebungen. Imamoglus Partei CHP behauptet, es handle sich um einen „Putschversuch“. Die Republikanische Volkspartei ist sozialdemokratisch und geht als älteste Partei des Landes auf den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk zurück – und sie ist die größte Oppositionspartei des Landes sowie Hauptgegner von Erdogans islamisch-konservativer AKP.

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