Editorial

„Shampoo-Gate“ und Stereotype: Über die Genderdebatte im Skispringen

Auch wenn sie die gleichen Weiten springen können wie ihre männlichen Kollegen, ist das Skispringen der Frauen von Gleichberechtigung noch meilenweit entfernt

Auch wenn sie die gleichen Weiten springen können wie ihre männlichen Kollegen, ist das Skispringen der Frauen von Gleichberechtigung noch meilenweit entfernt Foto: AFP

Ja, haben wir denn noch immer 1989? Wer dachte, dass Episoden wie das famose Kaffeeservice, das die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen für ihren damaligen EM-Sieg erhielt, endgültig den Geschichtsbüchern angehören, der wurde in den vergangenen Tagen wieder einmal eines Besseren belehrt. Inzwischen wird in den internationalen Medien bereits vom „Shampoo-Gate“ gesprochen. Ein Fauxpas, der die Genderdebatte im internationalen Sport auch zu Beginn des neuen Kalenderjahres weiter in den Blickpunkt rückt und deutlich zeigt, warum – auch wenn es viele vielleicht schon gar nicht mehr hören können –, unbedingt weiter hierüber gesprochen werden muss.

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