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Selektive Bescheidenheit – Gedanken zum Buy Nothing Day
In der dunklen Jahreszeit wird uns in Einkaufsstraßen und -passagen so wirklich bewusst, wie viel Licht auf Waren und Dienstleistungen geworfen wird, wie viele Bildschirme mit kleinen und großen Formaten im kurzen Wechsel auf Wahrnehmung hoffen. Auch in den sozialen Medien sollen es nach neuen Berechnungen nur noch durchschnittlich drei Sekunden sein, die einer Botschaft gewidmet werden. Sender ohne Empfänger?
Foto: Etienne Dötsch/dpa
Damit niemand etwas versäumt, „ticken“ auch überall die Uhren. Digitale Zählwerke teilen uns mit, wie viele Stunden, Minuten und Sekunden noch auszuharren sind, bis das nächste Sales-Event ansteht. Unentwegt scheint es diese letzten Momente zu geben, nach denen dann (zunächst) nichts mehr geht. Selbst dieser Endpunkt hat, weil das Verhalten sich so sehr an einem Datum zu orientieren scheint, seinen festen Platz.