Editorial
Schluss mit lustig: „Zesumme spueren – Zesummenhalen“
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd
Nach drei Tagen kollektiver Trauer via Facebook kam sie am Wochenende wieder hervor, die Empörungskultur. Stein des Anstoßes war das gigantische Feuerwerk, das zum Abschluss der fünften und letzten Kulturnacht im Rahmen von Esch2022 auf dem Gelände der früheren Metzeschmelz abgefackelt wurde. Bereits am Wochenende zuvor war dort zum Ende der „Reesch“-Spektakel an zwei Abenden kräftig gezündelt worden. Muss das sein? Immerhin wurde in der Hauptstadt das traditionelle Feuerwerk zum Abschluss der Schobermesse abgesagt. Übrigens aus Angst vor Bränden wegen der Trockenheit. Nun ist auf der Metzeschmelz das nächste Waldstück etwas entfernt, aber trotzdem. Und überhaupt: Warum darf die Gemeinde Raketen zünden, während sie uns die Knallerei an Silvester verbietet?