Kommentar
Rumäniens Schockwahl zeigt Manipulationsrisiken des Cyberwahlkampfs auf
Calin Georgescu, Erstgewählter im Rennen um das Präsidentenamt in Rumänien, hatte niemand auf dem Schirm – außer Moskau Foto: Alexandru Dobre/AP/dpa
Nichts scheint mehr, wie es war nach Rumäniens Albtraumwahl. Über ein Drittel hat für rechtsradikale Kandidaten gestimmt. Ausgerechnet ein russophiler NATO-Gegner könnte Präsident eines NATO-Mitglieds und ukrainischen Nachbarn werden. Der Verdruss über die unpopuläre große Koalition, die Angst vor dem Überschwappen des Ukraine-Kriegs und die lenkende Hand Moskaus sind sicher Faktoren, die bei dem Ausgang der Protestwahl eine Rolle spielten.