Leserforum
Papst-Show und kommende Wahlen in Frankreich
Vom 25. bis 28. September 2026 besucht der Papst den laut Verfassung laizistischen Staat Frankreich. In Paris ist der Stade de France schon ausverkauft. 80.000 Eintrittskarten wurden bereits bezahlt. Auf der place de la Concorde ist eine Freiluftmesse geplant, nachdem der Papst die Champs-Élysées herunterkutschiert wurde.
Die enormen Kosten der Organisation und der Sicherheitsvorkehrungen bezahlt, wie es scheint, der Staat, weil die katholische Kirche in Frankreich dies finanziell nicht stemmen kann. Metz und Lourdes stehen auch noch auf dem Besuchsprogramm des Vertreters Gottes auf Erden. Dieser von Menschen „erfundene“ Gott soll doch ein allmächtiger, gütiger, seine „Schöpfung“ beschützender Gott sein. Leider hat man bis jetzt nichts von diesem Schutz bemerkt, bei all den natürlichen und von Menschen verursachten Katastrophen, welche die Erde heimsuchen.
Vor langer Zeit gab es eine Vielzahl von Gottheiten, von denen jede für ein Gebiet zuständig war. Es dauerte eine lange Zeit, bis einige clevere Menschen sich überlegten, dass es einfacher wäre, wenn es nur einen einzigen Gott gäbe, um Macht über das Volk zu erlangen. So wurde mittels der Figur Jesus der heutige allwissende, allmächtige, gütige Gott erfunden, der von den monotheistischen Religionen verehrt wird. Jede dieser Religionen will natürlich als einzige die „Wahrheit“ verkünden.
Nächstes Jahr wird in Frankreich der nächste Präsident der Republik gewählt. Laut Umfragen hat die rechtsextreme Marine Le Pen die besten Chancen, die neue Präsidentin der Republik zu werden. Gewählt wird sie dann auch von den meisten Papstbewunderern, die Ende September dem Oberhaupt der katholischen Kirche während seines Besuches zujubeln werden. Wen wundert es, oder wie die Franzosen sagen: „Comprenne qui pourra!“