Editorial

Mit Sonntags- und Abendshopping will die Regierung die Wirtschaft „retten“

CSV-Premier Luc Frieden am Mittwoch mit Carole Muller, CEO von Fischer und Präsidentin der Handelskonföderation

CSV-Premier Luc Frieden am Mittwoch mit Carole Muller, CEO von Fischer und Präsidentin der Handelskonföderation Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Eigentlich hatte die Regierung ganz andere Pläne: CSV-Arbeitsminister Georges Mischo wollte OGBL und LCGB das Exklusivrecht zum Verhandeln von Kollektivverträgen entziehen und die Sonntagsarbeit im Einzelhandel liberalisieren, DP-Wirtschaftsminister Lex Delles die Ladenöffnungszeiten an Werktagen. CSV-Premier Luc Frieden hatte noch im Mai angekündigt, die Beitragsjahre für die Renten um bis zu fünf Jahre verlängern zu wollen. Die erfolgreiche Großdemonstration am 28. Juni, schlechte Umfragewerte und Missmut in der eigenen Fraktion hatten den Premier daraufhin zum Umdenken gezwungen. Die Opposition und politische Beobachter warfen dem selbsterklärten CEO vor, Führungsschwäche zu zeigen, seine Würde und sein Gesicht zu verlieren. Auch auf Druck vom opportunistischen Koalitionspartner DP und dessen (sich am Mittwoch um Kopf und Kragen redenden) Vizepremier Xavier Bettel kam Frieden den Gewerkschaften im Juli entgegen.

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