Editorial

Luxemburg und die Blutspenden von homosexuellen Männern

Männer, die mit Männern schlafen, sind in Luxemburg von einer Blutspende ausgeschlossen. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Dann wird sich zeigen, ob das Großherzogtum wirklich gegen die Diskriminierung vorgeht oder ihr nur eine bessere Tarnung verleiht.

Männer, die mit Männern schlafen, sind in Luxemburg von einer Blutspende ausgeschlossen. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Dann wird sich zeigen, ob das Großherzogtum wirklich gegen die Diskriminierung vorgeht oder ihr nur eine bessere Tarnung verleiht. Foto: Editpress/Julien Garroy

In Luxemburg dürfen homo- und bisexuelle Männer bis dato kein Blut spenden. Sie gelten als Risikogruppe, weil sie einer höheren Gefahr ausgesetzt sind, sich mit dem HIV zu infizieren. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2015 hat zwar entschieden, dass der Ausschluss schwuler Männer von der Blutspende gerechtfertigt sein kann, wenn damit ein erhöhtes HIV-Risiko für den Empfänger verbunden ist. Aus dem Urteil ging allerdings auch hervor, dass EU-Länder prüfen müssen, ob der Schutz der Empfänger nicht auch mit anderen Mitteln realisierbar wäre.

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