Editorial

Lëtz Überwachungsstaat! Innenminister Gloden und die Kameras

Eine Überwachungskamera in Luxemburg-Stadt hat die Straße (und unseren Fotografen) im Blick 

Eine Überwachungskamera in Luxemburg-Stadt hat die Straße (und unseren Fotografen) im Blick  Foto: Editpress/Julien Garroy

Léon Gloden mag Kameras. Die von Journalisten auf ihn gerichteten vielleicht mal mehr, mal weniger. Ganz sicher aber die, die andere Leute filmen. Anders lässt sich die Produktivität des Innenministers bei Gesetzentwürfen zu Videoüberwachung und Überwachungskameras kaum erklären. Während Kollegen in anderen Ressorts noch an ihren großen Würfen feilen, legt Gloden ein Projekt nach dem anderen vor. Zugegeben: Demonstrationsrecht und Platzverweis haben nur indirekt etwas mit der Überwachung der Bevölkerung zu tun. Und dass die Polizei ab dem 1. Juli Bodycams einsetzen wird, ist gesetzlich gesehen ein Überbleibsel der Vorgängerregierung. Nichtsdestotrotz fügt sich dieser Tage ein Bild von einem zukünftigen Luxemburg, in dem immer öfter ein Big Brother mitbeobachtet – tatsächlicher Nutzen ungewiss.

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