Editorial

Keine friedlichen Perspektiven für Zeit nach dem Gaza-Krieg

Angehörige betrauern ihre Toten am Rande eines Krankenhauses in Chan Junis

Angehörige betrauern ihre Toten am Rande eines Krankenhauses in Chan Junis Foto: Mahmud Hams/AFP

Die israelische Armee wütet im Gazastreifen, als gäbe es keine Zeit mehr nach dem Krieg in dem schmalen Küstengebiet. Jüngst schätzten die Vereinten Nationen, dass bereits 40 Prozent der Wohnhäuser durch israelische Bombardements zerstört worden seien, ganz zu schweigen von lebenswichtiger Infrastruktur wie Wasser- und Stromversorgung. Damit haben Hunderttausende Menschen kein Zuhause mehr. Zudem seien mittlerweile drei Viertel der rund 2,3 Millionen Palästinenser auf dem engen Stück Land auf der Flucht. Ausweichmöglichkeiten bleiben ihnen kaum noch, um den Kriegshandlungen auf dem zunehmend ausgedehnten Schlachtfeld zu entgehen. Hochrangige israelische Offiziere wiederum erklärten, dass für jeden getöteten Hamas-Kämpfer jeweils auch zwei Zivilisten sterben. Wobei sich die israelische Armee dennoch die größte Mühe gebe, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Das kann man durchaus annehmen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass bislang an die 16.000 Menschen, darunter Tausende Kinder, im Gaza-Krieg ums Leben kamen. Die Zahl an Verletzten dürfte ein Mehrfaches betragen, von denen vermutlich viele ihr Leben lang gezeichnet bleiben.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Forum von Céline Zimmer

Mateneen. Fireneen.

Leserforum

Changement de priorités