Editorial
„Just fir sech selwer“: Luxemburgs öffentliche Debatte ist dabei, zu kippen
Premier Bettel hielt vor einem Jahr die wichtigste Rede seiner Laufbahn: Die „Bleift doheem!“-Politik hat das Land verändert Foto: AFP/Kenzo Tribouillard
Es hatte etwas Unheimliches. Mehrheit und Opposition waren in den Köpfen und Herzen abgeschafft, Kritik an der Regierung nicht mehr salonfähig und die Vielfalt von Werthaltungen kaum noch erkennbar: Vor genau einem Jahr trat der Notstand in Luxemburg in Kraft. „Etat de crise“, „Union nationale“ und „Bleift doheem!“ stecken den Menschen bis heute in den Knochen. Was hat die Krisenpolitik erreicht?