Kommentar
Jugendliche vertrauen wenig in Demokratie – Was ist zu tun?
In welche Richtung soll die Demokratie gehen? Foto: Fred Moon/Unsplash
Einmal mehr könnte man Winston Churchill zitieren. Was aber angesichts der heute noch häufiger zitierten „Krise der Demokratie“ wenig hilft. Erst recht nicht, wenn man sich die Ergebnisse des Polindex 2024 anschaut. Die Resultate geben zu denken: dass etwa 35 Prozent der Luxemburger zwischen 18 und 24 Jahren nicht glauben, dass die Demokratie die „beste Regierungsform“ sei. Unter den Nicht-Luxemburgern der Altersgruppe sind es sogar mehr als die Hälfte. Aufschlussreich ist die Einstellung zum Parlament, für das sich weniger als 40 Prozent der Jugendlichen interessieren – und viele sich nicht repräsentiert fühlen. Für die Verfechter der repräsentativen Demokratie ist das niederschmetternd. Doch ist der Zustand der Luxemburger Demokratie wirklich so schlecht? Immerhin sind insgesamt mehr als zwei Drittel der Einwohner mit dem Funktionieren der demokratischen Institutionen hierzulande zufrieden. Handelt es sich also nur um ein Problem der Jugend? Was ist zu tun?