Editorial

Ist das Internet noch zu retten? Ein paar Gedanken zu KI-Inhalten und ihren Folgen 

Alles maschinengemacht: die vier Männer von The Velvet Sundown und ihre Songs sind KI-Schöpfungen

Alles maschinengemacht: die vier Männer von The Velvet Sundown und ihre Songs sind KI-Schöpfungen Screenshot: The Velvet Sundown Instagram

Eine Westerngitarre schnarrt, dann rollt das Schlagzeug in den Mix, ein Bass groovt sich warm. „Dust on the wind“ singt eine sanft kratzende Männerstimme, „ boots on the ground, smoke in the sky, no peace found“. So beginnt „Dust on the Wind“ von The Velvet Sundown. Mehr als zwei Millionen Mal gehört bei Spotify. Innerhalb von zwei Monaten hat sich die Band zu einer kleinen Sensation entwickelt, die in den viralen Spotify-Charts von Großbritannien, Schweden und Norwegen auf Platz eins geklettert ist. Anderthalb Millionen monatliche Hörer. Nur: The Velvet Sundown ist keine echte Band. Und „Dust on the Wind“ kein echter Seventies-Folk-Rock. Die vier Bandmitglieder, ihre drei Alben, ihre mehr als 30 Songs, ihre Bandfotos – all das hat eine KI geschaffen. Und die allermeisten Hörer haben es nicht gemerkt.

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