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Index ja, aber für wen?

   

    Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Kaum ist eine Indexerhöhung angekündigt und schon gehen wieder die Preise in die Höhe, dies ehe überhaupt eine Auszahlung bei Gehältern oder Renten/Pensionen gemacht ist. Bei verschiedenen Dienstleistungen werden Erhöhungen per Brief angekündigt oder andere schlagen, wie in der Gastronomie, jetzt schon 2,5 oder gar bis zu 5 Prozent hinzu, weil die Löhne angepasst müssen wegen des Index. Das Patronat jammert und jammert, treibt es doch dabei selbst die Preise in die Höhe.

Früher musste man 40 Jahre oder länger arbeiten, um es zu etwas zu bringen, heute glauben einige Betriebseigentümer, alles besser zu wissen, und wollen das Gleiche in 40 Monaten erreichen. Sogar mit einem Glas einfachem Moselwein a 6,50 bis 7 Euro kann diese Rechnung auf Dauer nicht aufgehen, und dem Kunden vergeht jede Lust auf sein Gläschen. Schön waren die Zeiten, als wir noch vorgeschriebene Preise hatten, wenigstens für Lebensmittel sowie Getränke, und die auch unter Kontrolle standen. Jetzt ist wohl auch unser Index wie so vieles in Luxemburg außer Kontrolle.

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