Editorial
Im Niemandsland – Luxemburg muss endlich auf die deutschen Grenzkontrollen reagieren
Innenminister Léon Gloden bei einem Besuch in Schengen im vergangenen Jahr: „Druck der Luxemburger Regierung“ Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Eines muss man Léon Gloden ja lassen: Der Mann ist mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet. Als die neuen Koalitionäre in Deutschland ihren Vertrag präsentierten, tönte der Luxemburger Innenminister doch tatsächlich auf der Antenne von RTL, dass das Papier wegen des „Drucks der Luxemburger Regierung“ angepasst worden sei. Aufgrund der „vielen bilateralen Gespräche“ stehe nicht mehr im Koalitionsvertrag, dass Deutschland „einfach unilateral Zurückweisungen“ bei seinen Grenzkontrollen machen würde.