Editorial
Im Auge des Sport-Tornados: Die Super-League-Entscheidung am EuGH
Das Zentrum des Interesses: der EU-Gerichtshof in Luxemburg Foto: dpa/Harald Tittel
Eine Woche ist es mittlerweile her: Der Kirchberg wurde im Juli 2022 zum Schauplatz der nächsten Runde des Super-League-Streits. Die spanische Gesellschaft „European Super League Company“ (ESLC) – angetrieben von ihren letzten drei Überbleibseln, Real Madrid, Juventus Turin und dem FC Barcelona – hatte in Spanien Klage gegen den europäischen Fußballverband UEFA sowie den Weltverband FIFA eingereicht. Die Spanier baten deshalb den Europäischen Gerichtshof, ein EU-Recht für das Verfahren auszulegen. Konkret geht es um Vorwürfe der Kartell-Organisation und Monopolisierung: Die Frage, mit der sich der EuGH beschäftigen muss, ist, ob UEFA und FIFA ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen – um sich damit gegen Konkurrenz für das Produkt Champions League zu wehren.