Leitartikel
Großbritannien: Mit Neuwahlen aus dem Schlamassel
Ein Journalist mit einer Zeitung vor 10 Downing Street in London: Die Schlagzeile dürfte wohl bei den meisten Menschen in Großbritannien auf Zustimmung stoßen Foto: Daniel Leal/AFP
Liz Truss ist als britische Premierministerin mittlerweile bereits Geschichte, die Nachfolge ist das nun dominierende Thema. Je eher die geregelt ist, umso schneller kann ein neuer Premierminister übernehmen und sich daran machen, Ruhe und Ordnung in die Regierungsgeschäfte des Vereinigten Königreichs zu bringen. Einfach dürfte das angesichts der politischen Zustände auf der Insel jedoch nicht werden. Und offenbar sind manche nicht einmal daran interessiert, wieder Stabilität und Besonnenheit in die britische Politik zu bringen. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass ausgerechnet der ehemalige Premier Boris Johnson wieder auf der Liste potenzieller Kandidaten steht und bereits die Unterstützung des britischen Verteidigungsministers Ben Wallace erhielt, der auch selbst hätte antreten können?