Editorial
Gemeinden müssen aktiv gegen den Leerstand vorgehen – und das mithilfe von Daten
Düdelingen arbeitet seit 2021 mit dem „Cadastre du commerce“ Foto: Editpress/Julie Rasquin
Zwei Traditionsgeschäfte schließen ihre Türen: Sichel und Meubles Mich-Gillen. – Anlass zur Panik? Jein. Anscheinend schlägt sich die Luxemburger Geschäftswelt im Vergleich mit dem nahen Ausland „vergleichsweise gut“. Das haben die drei Verantwortlichen des „Cadastre du commerce“ gegenüber dem Tageblatt im Auftaktinterview der Artikel-Serie „Handel im Wandel“ gesagt. Dass die Leerstandsquote im Großherzogtum zwischen 2023 und 2024 von 12,3 Prozent auf 11,9 leicht zurückgegangen ist, könnte darauf zurückzuführen sein, dass immer mehr Gemeinden sich in die lokale Geschäftswelt einmischen. Die kommunalen Initiativen zur Belebung des Einzelhandels reichen allerdings bisher nicht aus, denn die Leerstandsquote liegt in den Innenstädten bei 14,3 Prozent. Das ist zu viel und kann nur mithilfe von datenbasierten Maßnahmen gelöst werden.